Grafischen Desktop anpassen¶
KDE¶
Vielfach möchte man, beispielsweise im Kiosk-Mode (siehe auch BetriebsArten), einen den Benutzern angepassten Desktop anbieten. Unter KDE gibt es dazu als Hilfe kiosktool, damit lassen sich ganz einfach neue KDE-Profile erstellen. Das Programm erlaubt es sehr einfach, spezielle Programme, Kontextmenüs, etc... in einem Profil zu sperren. Die Porfile werden dann jeweils unter /var/lib/kde-profiles abgelegt. Hat man ein passendes Profil erstellt muss es noch einem Benutzer oder einer Gruppe zugewiesen werden.
Kiosk-Mode¶
Beim Kiosk-Mode kann man das Ganze noch verfeinern. Hierzu sollte man sich einmal mit dem Benutzer einloggen. Jetzt kann weiteres Feintuning erfolgen (Firefox, etc...) und überprüft werden ob das Profil angemessen ist. Ist alles erledigt sollten alle veränderten config-files (z.B. .mozilla) und die Verzeichnisse .kde, Desktop und .skel (dieses Verzeichnis ist wichtig, sonst installiert KDE seine Desktop-Defaults neu) gepackt werden. Zum einen bleibt dann die Konfiguration bestehen, zum anderen wird der Start von KDE beschleunigt, da nicht alles nochmal angelegt werden muss.
Diskless-Umgebung¶
Im Diskless-Fall müssen die Dateien jedes mal wieder an ihren Platz kopiert werden, außer die Änderungen wurden in das Referenzsystem übernommen. Im Kiosk-Fall würden dann noch die Nobody Userdateien hinzu kommen. Am einfachsten ist es die entsprechenden Dateien einfach über gepackte Tar-Archive ins Diskless-System zu integrieren (siehe BootRootVerzeichnisse). Das KDE-Profil (und die Nobody Userdateien im Kiosk-Fall) müssen in .../rootfs/var/lib/kde-profiles (bzw. ../nobody) abgelegt werden. Unter .../rootfs/etc müssen folgende Dateien angepasst, bzw angelegt werden (Bsp. User nobody, bzw. Gruppe users, Profilname kiosk):
# /etc/kde3rc ... [Directories-kiosk] prefixes=/var/lib/kde-profiles/kiosk/ # etc/kde-user-profile [Genaral] groups= [Users] nobody=kiosk # und / oder falls Profil einer Gruppe zugewiesen werden soll # etc/kde-user-profile [General] groups=users [Groups] users=kiosk ...
Die nächsten Schritte könnten noch dynamische Anpassungen für bestimmte Applikationen beinhalten, die in den entsprechenden Konfigurationsdateien beispielsweise von KMail, Firefox, Konqueror etc. eingetragen werden. Das würde jedoch einen entsprechenden Aufwand mit rekursivem sed o.ä. bedeuten. Variablen könnten aus dem User-Environment stammen ($HOME, $USER, ...) oder auch aus der /etc/machine-setup eingelesen werden.
Beispielumgebung (restriktiv)¶
Unten finden sich zwei Attachments (einmal ein Link, da Uploads auf etwa 250kB beschränkt) für eine Beispiel-Umgebung. Es ist eine sehr restriktive Umgebung, da nur Firefox und Logout funktionieren. Logout startet eigentlich nur die Oberfläche neu (könnte man auch Reset nennen!) und Firefox ist nicht eingeschränkt, aber es soll nur ein Beispiel sein wie es funktioniern könnte. Die Beispiele dürfen ruhig als Basis für andere Umgebungen genommen werden. Wenn etwas geändern werden soll, z.B. Panel, muss man im kiosktool erst einmal wieder alle Panel-Kontextmenüs aktivieren, da sich sonst das Panel nicht ändern lässt.