Optionen der Kernel Commandline¶
Mittels Kernel Commandline kann alternativ zur /etc/initramfs-setup des Stage3 eine größere Anzahl Konfigurationsparameter an OpenSLX Clients übermittelt werden. Viele dieser Informationen werden zu einem so frühen Zeitpunkt benötigt, so dass sie sich nicht alternativ (per DHCP, TFTP/File oder LDAP) beschaffen lassen. Generell gibt es ein Problem, welches in der Begrenzung der Kernel Commandline auf 256 Zeichen liegt.
Variablen, die per Kernel Commandline übermittelt werden können¶
Inzwischen ist es möglich die meisten Variablen ins /etc/initramfs-setup (des Stage3 - wird automatisch durch den slxconfig-demuxer aus der SLX-Datenbank erzeugt) auszulagern, welches primär ins InitRamFS eingebaut wird. Die Angabe in der Commandline überschreibt die Einstellungen des initialramfs-setup und eignet sich dafür besonders für das Debugging ...
- country=* - setzt die Lokalisierung (in der Shell)
- debug - ohne Angabe eines Levels, setzt den Debuglevel auf "1"
- debug=* - setzt den Debuglevel auf den angegeben Integerwert. Siehe DebugLevel.
- nodhcp - verzichte auf DHCP zur Konfiguration; Standard IP und DNS Daten, sowie userspezifische Variablen werden auf alternativem Wege beschafft. Ohne dieses Token erfolgt standardmäßig eine zweite DHCP-Anfrage aus dem Stage3 heraus.
- ldap=* - verwende LDAP zur Konfiguration (URI Syntax, noch nicht implementiert)
- file - verwende TFTP zum Beschaffen von Konfigurationsdatei(en)
- file=* - verwende TFTP (oder FTP/HTTP) und nimm angegebenen Server und Pfad (URI Syntax)
- ldsc - sorgt für die Generierung einer aktuellen ld.so.cache. Defaultmäßig wird die vorhandene (schnellerer Start in Stage3, je nach System und Netz Einsparung zwischen 3 und 10 Sekunden unter der Gefahr, dass die ld.so.cache jedoch u.U. veraltet sein kann.) aus Stage2 übernommenen. Wenn ein Multilayering durch "aufs" oder "unionfs" definiert wurde, ist diese Option eingeschaltet und ein aktuelles ld.so.cache wird im Stage3 generiert.
- noaufs - Ausschalten der Verwendung von AUFS, wenn trotz installierten Moduls die virtuelle Beschreibbarkeit des Rootfilesystem auf diesem Wege nicht erreicht werden soll. Ist ein aufs.ko vorhanden und kann erfolgreich geladen werden, wird AUFS automatisch verwendet und dem UnionFS vorgezogen, wenn es nicht explizit via "noaufs" abgeschaltet wird.
- aufs=* - Wie oben. Als Argument wird eine kommaseparierte Liste von URIs angegeben, die mit dem Root FS vereint werden. Siehe auch AufsBenutzen.
- nounionfs - Ausschalten der Verwendung von UnionFS für die virtuelle Beschreibbarkeit des Rootfilesystems. Ist ein unionfs.ko vorhanden und kann erfolgreich geladen werden, wird UnionFS automatisch verwendet, wenn es nicht explizit via "nounionfs" abgeschaltet wird. Steht gleichzeitig ein erfolgreich ladendes aufs.ko zur Verfügung, wird UnionFS nicht aktiviert.
- unionfs=* - Wie oben. Als Argument wird eine kommaseparierte Liste von URIs angegeben, die mit dem Root FS vereint werden. Siehe auch UnionfsBenutzen.
- rootfs=* - Art des zu verwendenden Rootfilesystems des Clients, infrage kommen derzeit NFS, (D)NBD, spätere Erweiterungen sollten AoE, iSCSI erlauben ... Es wird das URI-Format erwartet, bspw. rootfs=!nfs://server/pfad oder rootfs=!nbd://server:port/Filesystem. Setzt sich das Rootfilesystem aus mehreren Komponenten zusammen, wird "ldsc" automatisch aktiviert. Statt einer fest eingetragenen Server-IP kann man die Variable "
@@serverip@@" verwenden, wenn DHCP- und Rootfilesystem-Server identisch sind. Sie wird im Stage3 mit dem via DHCP empfangenen Wert für den DHCP-Server ersetzt. - dcsize=* - nur sinnvoll bei definiertem rootfs=!dnbd://..., definiert die Größe des Cachefiles für DNBD.
- ip=* - wird durch PxeLinux bzw. Etherboot bestückt.
- tmpfssize=* - Grösse des max. temporären Speicherplatzes im RAM (tmpfs) in Prozent oder absoluter Angabe.
- vci=* - Vendor Code Identifier, nur sinnvoll, wenn DHCP benutzt wird (und mehrere, konkurrierende DHCP-Server im Netz sind).